🌿 Weg von „immer abrufbar“ → hin zu „verlässlichen Auszeiten“
„Immer verfügbar“ wirkt freundlich, kostet jedoch leise Kraft. Viele von uns fühlen sich wie Feuerwehrmänner, die ständig brennende Feuer löschen müssen. Ich erinnere mich an einen Tag, an dem ich auf dem Weg zu einem wichtigen Termin war, aber von Anrufen und Nachrichten ständig abgelenkt wurde. Es blieb keine Zeit für mich, und am Ende des Tages war ich erschöpft. Verlässliche Auszeiten sind das Gegenteil von Egoismus – sie sind unsere persönliche Wartung. So wie ein Auto, das nie tankt, wo bleibt man dann? (Und schieben ist mit 60+ nur begrenzt romantisch.)
Die 12-Minuten-Methode: „Luft im Kalender“

Nimm dir 12 Minuten und folge diesen Schritten:
1) Kalender-Scan (3 Minuten)
Überblicke die nächsten 7 Tage und klassifiziere die Termine:
- Pflicht (fixe Termine)
- Kann (verhandelbare Termine)
- Leerraum (ja, der ist wichtig!)
Ich erinnere mich, wie ich letzten Jahr einen Wochenblick auf meinen Kalender wagte. Plötzlich entdeckte ich einen ganzen Nachmittag ohne Verpflichtungen – ein bizarres, aber befreiendes Gefühl.
2) Entrümpeln (4 Minuten)
Wähle genau einen Punkt:
- Ein „Kann“-Termin verschieben
- Ein „Kann“-Termin kürzen (z. B. von 90 auf 60 Minuten)
- Oder: eine Zusage erst morgen geben (24-Stunden-Pause)
Freundlicher Satz dafür: „Ich schaue in meinen Kalender und melde mich morgen.“ Einmal antwortete ich einem Freund, der dringend Hilfe brauchte, und stellte fest, dass er einen anderen Weg fand, sein Problem zu lösen.
3) Proviant fest einpacken (5 Minuten)
Trage 2 verlässliche Auszeiten in deinen Kalender ein (wie einen Arzttermin – nur schöner):
- 60–90 Minuten
- ohne Erklären
- ohne schlechtes Gewissen
Beispiele für Proviant:
- Alleine spazieren
- Lesen oder Musik hören
- Kaffee in Ruhe genießen
- Dehnen oder leichtes Training
- Kreativ sein (Malen, Schreiben, Werkeln)
Ich erinnere mich an eine Auszeit, in der ich allein im Park saß und meinen Gedanken nachhing. Das war ein kleiner Moment des Wunders, und ich ging voller Energie nach Hause.
Merksatz: Auszeiten sind keine Lücke. Sie sind ein Anker.
Mini-Beispiel (anonymisiert)
Michael (69) war im Ruhestand und fühlte sich mehr verplant als je zuvor: Verein, Nachbarschaft, Familie. Sein erster Schritt war nicht „alles ändern“, sondern einen neuen Rhythmus zu finden: Zweimal pro Woche feste Auszeit + Zusagen erst nach 24 Stunden. Nach zwei Wochen sagte er: „Ich bin nicht weniger hilfsbereit – nur nicht mehr dauer-abrufbar.“ Er erzählte mir einmal, wie glücklich er war, als er zum ersten Mal seit Jahren Zeit für sich selbst hatte – und wie sehr diese seine Beziehungen verbessert hat.
📌 Ressourcen zum Kopieren (für dich)
- Meine 2 Auszeiten in der nächsten Woche: ____ und ____
- Mein Proviant in dieser Auszeit: ____
- Mein Satz, wenn jemand spontan etwas will: ____
- Mein 1 Termin, den ich entrümple: ____
- Mein Kompass-Wert für diese Woche: ____
💬 Deine Einladung (schreibe ein Kommentar oder sende mir eine eMail nachricht)
Kommentar: „Meine verlässliche Auszeit ist am ____ um ____ Uhr – und mein Proviant ist ____.“
eMail Nachricht (wenn du’s privat halten möchtest) Schick mir eine Nachricht mit: AUSZEIT + Wochentag + Uhrzeit (z. B. „AUSZEIT Dienstag 10:00“). Ich antworte dir mit einer kurzen Frage, die dir hilft, diese Auszeit wirklich zu schützen – ganz ohne Druck. Lass uns gemeinsam an deinem Wohlbefinden arbeiten!
Ausblick auf nächste Woche (Woche 3)
Nächste Woche vertiefen wir uns in das Thema: Kontakt-Entrümpeln (Weg von „Energie-Räubern“ → hin zu „Energie-Spendern“). Denn auch Kontakte sind wie Termine: Manche nähren, andere ziehen still unseren Akku leer.
In Verbundenheit, deine Ramona Kramp
Lebensbalance & digitale Selbstsicherheit für Menschen 60+:
Klarheit, Selbstvertrauen und Alltagstauglichkeit – Schritt für Schritt begleitend.
„Im letzten Newsletter ging es um 👉 klicken ‚10 Minuten für mehr Lebensqualität: Stein, Kompass, Proviant‚
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